Grünes Band Deutschland-Jetzt auch Eichsfeld dabei
 |   Das Titelblatt der neuen Broschüre zum Grünen Band: In dem Heft präsentiert sich nun auch das Eichsfeld.
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Die touristische Vermarktung des Grünen Bandes im Eichsfeld wird nun auch im Rahmen eines bundesweiten Großprojektes unterstützt. Ziel des durch das Bundesamt für Naturschutz geförderten so genannten Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Erlebnis Grünes Band“ ist u.a., die einzigartigen Lebensräume entlang der ehemaligen Grenze zu erhalten.
Das Eichsfeld ist erstmals in der jetzt neu erschienenen Informationsbroschüre „Reise-Erlebnisse am Grünen Band“ mit dabei. Das 60-seitige Heft mit einer Auflage von 10.000 Stück ist Teil der Marketing-Maßnahmen, die helfen sollen, das Grüne Band touristisch stärker in Wert zu setzen. Weitere Bestandteile des Projektes sind die Online-Vermarktung der beteiligten Regionen sowie direkte Werbemaßnahmen unter Reiseveranstaltern.
Bislang profitierten von dem durch das Bundesamt für Naturschutz geförderten „Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben“ (E+E – Vorhaben) „Erlebnis Grünes Band“ lediglich die Modellregionen „Elbe – Altmark – Wendland“, „Harz“ sowie der „Thüringer Wald & Schiefergebirge/Frankenwald“.
„Weil wir mit rund 130 Kilometern am Grünen Band liegen, eine Reihe von attraktiven thematischen Anlaufpunkten besitzen und das Projekt von einem Bundesamt unterstützt wird, fand ich es nahe liegend, dass das Eichsfeld hier auch dabei ist“, so Jens Kuhr, Geschäftsführer des Heimat- und Verkehrsverbandes Eichsfeld Touristik (HVE). Die Grenzmuseen, eine atemberaubende Fauna und Flora entlang der ehemaligen Grenze machen die Region Kuhr zufolge einzigartig für Gäste. „Zumal in der Mitte Deutschlands und damit von vielen Orten leicht zu erreichen“, so der Geschäftsführer.
Kuhr nahm Kontakt zur Viabono GmbH in Köln auf, welche das Projekt fachlich begleitet und bekam auch prompt eine Antwort. “Bedingung war, fünf buchbare thematische und originelle Pauschalen im Eichsfeld zu organisieren - dann seien wir im Boot, versicherte man uns“, so Kuhr. Allerdings würde von Seiten der Projektverantwortlichen sehr viel Wert auf das Wörtchen „originell“ gelegt, erinnert sich der Geschäftsführer an das Gespräch.
Davon ließ sich das HVE- Team nicht einschüchtern. Im Gegenteil. Gemeinsam mit den Hotelbetrieben vor Ort ging es sofort an die Arbeit. Und schon bald waren sechs originelle Pauschalen zum Grünen Band entwickelt.
Das Hotel zum Kronprinzen in Fuhrberg beispielsweise präsentiert seinen Gästen in der entsprechenden Pauschale eine Exkursion zu den Originaldrehorten des berühmten Tierfilmers Heinz Sielmann. Sielmann nahm 1988 in seinem Film „Tiere im Schatten der Grenze“ das Thema Grüne Band gewissermaßen schon vorweg. Victor´s Residenz-Hotel in Teistungen hat eine Erkundungstour mit Zeitzeugen zur Natur und Geschichte der ehemaligen Grenzregion ins Programm genommen. Und auch Gäste, die es etwas bequemer mögen, kommen auf ihre Kosten. Für sie hat das Waldhotel Katharinenberg ein entsprechendes Angebot: Nach einer Wanderung entlang des Grünen Bandes und dem Besuch von Gut Herbigshagen geht es mit der Kutsche zurück ins Hotel. Weitere Teilnehmer des Projektes sind das Best Western Hotel am Vitalpark in Heilbad Heiligenstadt, das Hotel „Keppler`s Ecke in Wingerode sowie der Klausenhof unterhalb der Burg Hanstein.
Auch Stephan Krug, Geschäftsführer der Viabono GmbH, die das Projekt koordiniert, ist mit dem Eichsfeld sehr zufrieden. „Die Region hat innerhalb sehr kurzer Zeit sehr gute Pauschalen entwickelt“, so Krug. Gerade die Zusammenarbeit mit dem HVE hätte gut funktioniert. „Absolut professionell“, lobt er.
Übergeordnetes Ziel des bundesweiten Naturschutz- und Tourismusprojekts ist es, die einzigartigen Lebensräume, die sich im Schatten des Eisernen Vorhangs entwickelt haben, als Teil des Nationalen Naturerbes und historisches Symbol für künftige Generationen dauerhaft zu erhalten, sie für Einheimische und Touristen erlebbar zu machen und ihren Wert zu verdeutlichen. Natürlich könne das kein Selbstzweck sein, glaubt Kuhr: „Letztlich klappt das nur, wenn sich das auch wirtschaftlich rechnet“. Und dafür seien originelle Pauschalen ein richtiger Weg. (vom 6. November 2009)
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