Tourenvorschlag: Unterwegs im Eichsfelder Kessel

Der Eichsfelder Kessel zwischen Ohmgebirge und dem Höhenzug des Dün lädt Wanderer, Radfahrer und andere Besucher zu einer Entdeckungsreise durch eine abwechslungsreiche Landschaft und bewegte Geschichte ein.

Zwischen urigen Dörfern und farbenfrohen Streuobstwiesen bieten sich herrliche Blicke auf die Höhenzüge des Ohmgebirges und des Düns, die das Gebiet einrahmen und ihm so seinen Namen gaben.

Zehn gut erhaltene ehemalige Mühlen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert erinnern an die Zeit, als das Plätschern des Wassers aus den Mühlenrädern noch zum Alltag gehörte. Allein zwischen Birkungen und Niederorschel stehen am Flüsschen Ohne sechs Mühlen: die Rohrmühle, die Bäckermühle, die Mönchmühle, die Eichmühle, die Eckmühle und die Obermühle. Ein Wander- und Radweg führt an den historischen Gebäuden vorbei.

Die Mühlentour endet im Marktflecken Niederorschel mit seinen Fachwerkhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Die Heimatstube am Marktplatz informiert über die wechselvolle Geschichte: Der Besucher erfährt, dass 1525 im Dorf der Bauernaufstand im Eichsfeld begann. Er wird aber auch daran erinnert, dass sich hier am Ende des Zweiten Weltkriegs eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald befand.

In einem idyllischen Waldtal im Süden des Eichsfelder Kessels erheben sich die Gemäuer des ehemaligen Zisterzienserklosters Reifenstein. Das 1162 gegründete Kloster wurde im Laufe der Geschichte mehrmals zerstört, die jetzige Kirche erst 1743 fertiggestellt. Heute beherbergt der modernisierte und erweiterte Komplex das Eichsfeld Klinikum.

Am Fuße des Düns erstreckt sich Deuna. Sein Wasserschloss aus dem 14. Jahrhundert wurde nach dem Bauernkrieg im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut. Später setzte man dem massiven Unterbau ein Fachwerk auf. Sehenswert ist auch die 400 Jahre alte Sonnenuhr an der Pfarrkirche. Nicht weit entfernt grüßt seit 1935 das 15 Meter hohe steinerne Dünkreuz den Besucher. Dort erhebt sich auch eine 350-jährige Sommerlinde. Prägend in Deunas Silhouette ist jedoch das 1975 eröffnete Zementwerk, das zu den modernsten Anlagen Europas gehört und ein wirtschaftliches Rückgrat der Region ist.

Kontakt

„Eichsfelder Kessel“
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Bergstraße 51
37355 Niederorschel
Tel.: 0 36 076 - 55 72 9
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