Wallfahrt bei Beberstedt

Patres des Zisterzienserklosters Reifenstein waren zwischen 1643 und 1803 als Pfarrer der St. - Martins - Kirche von Beberstedt tätig. Als große Verehrer der Gottesmutter ist ihnen gewiß die "Gesellschaft des ewigen Rosenkranzes" zu verdanken, die seit dem Jahre 1671 in Beberstadt existierte.

Das im Dreißigjährigen Krieg stark dezimierte Dorf wuchs Ende des 17. Jahrhunderts zusehends, so dass 1700 mit der Neuerrichtung einer Kirche begonnen wurde, die am 22. August 1706 durch den Erfurter Weihbischof Johann Jakob Senfft geweiht wurde.

Als man 1900 die Kirche abermals erweitern musste, wurde der im Eichsfeld einmalige Rosenkranzaltar als Nebenaltar aufgestellt, in dessen Zentrum in einem längsovalen Blendfeld, das ehedem zum Hochaltar gehörende Beberstedter Gnadenbild, eingefügt wurde.

Zu "Mariä Himmelfahrt" kommen stets mehr als tausend Gläubige aus Beberstedt und seinen Nachbarorten, um an den Wallfahrtsgottesdiensten, verbunden mit der Kräuterweihe, einer eucharistischen Prozession zu vier festlich geschmückten Altären im Dorf und Bruderschaftsandachten, teilzunehmen.