Wallfahrtsort Germershausen

Bei jeder Wallfahrt zu "Mariä in der Wiese" im untereichsfeldischen Germershausen, unweit des Seeburger Sees, richten die Gläubigen ihre Bitten auch im Germershäuser Wallfahrtslied an die Gottesmutter.

Seit mehr als 300 Jahren gibt es die Wallfahrt nach Germershausen. Ihr ältester schriftlicher Beleg ist eine Kirchenrechnung aus dem Jahre 1678, bei der "für wein undt Hostien auff die waltfordt 1 Reichsthaler" ausgegeben wurden.

Dass die Wallfahrt in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg neu- oder wiederbelebt wurde, ist insbesondere dem Duderstädter Herwig Böning (1640-1722) zu verdanken. Ihm, dem Stadtpfarrer von Duderstadt und späteren Probst des St.-Peter-Stiftes zu Nörten, kamen als Geistlichen Kommissarius des gesamten Eichsfeldes (1666-1722) besondere Aufgaben zur Heilung der Wunden jenes fürchterlichen Krieges zu, und er ließ zahlreiche Kirchen bauen, stärkte wieder das religiöse Leben, belebte Wallfahrten und förderte die neu gegründeten Klöster der Franziskaner in Worbis und der Ursulinen in Duderstadt.

 

Internet:

www.germershausen.de

Aktuelles:

Kleine Wallfahrt am Fest "Mariä Verkündung"