Ausstellungseröffnung

„Der gläserne Pantoffel. Märchen in Glas“

Das Literaturmuseum „Theodor Storm“ zeigt in einer neuen Sonderausstellung Werke des Thüringer Künstlers Wolfgang Nickel. Die Ausstellung wird am Sonnabend, den 20. November 2021, um 15.00 Uhr corona-bedingt leider nur vor geladenen Gästen eröffnet. Für reguläre Besucher ist die Ausstellung ab Sonntag, 21.11.2021, zu sehen.

Die Ausstellung trägt den Titel: „Der gläserne Pantoffel. Märchen in Glas“ und ist bis Sonntag,
27.02.2022
zu sehen. Das Publikum begrüßen Monika Potrykus, Vorsitzende des Theodor-
Storm-Vereins, und Dr. Gideon Haut, Leiter des Literaturmuseums. Den Einführungsvortrag
hält Dr. Cornelie Becker-Lamers aus Weimar. Nickels Glasarbeiten sind international gefragt
und zieren bereits über 35 Kirchen, Krankenhäuser und weitere öffentliche Einrichtungen.

In den letzten drei Jahrzehnten hat sich der Glaskünstler Wolfgang Nickel aus Schmalkalden
durch Objekte, figürliche Darstellungen und großflächig-abstrakte Buntglasfenster
international einen Namen gemacht. Von seiner Ausbildung an der Kunsthochschule Burg
Giebichenstein her Maler und Grafiker, kombiniert Nickel Zeichnung, Farbverläufe,
Schriftgestaltung und seltene traditionelle Handwerkstechniken, um von der historischen
Grundrisszeichnung bis zum digitalen QR-Code, vom interpretierenden Gedichtzitat bis zum
symbolträchtigen Kirchenfenster alles ins gläserne Bild zu setzen.

Nach seiner Grafikserie zu den Kunstmärchen Ludwig Bechsteins hat sich Wolfgang Nickel
erneut dem Märchenthema zugewandt. So schuf er Serien zu den Kernmotiven sowohl der
beliebtesten Zaubermärchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm als auch zu Motiven aus
Theodor Storms in Heiligenstadt entstandener Erzählung „Die Regentrude“ (1864). Zu beiden
Themenkomplexen wird Cornelie Becker-Lamers im Rahmen der Ausstellung vortragen. Ihre
Ausführungen stellen die Theorie von den „historischen Wurzeln des Zaubermärchens“
(Vladimir Propp) vor, die die Erzählbausteine der Märchen als Relikte einst gelebter ritueller
Praxis lesen. Diese Deutung neben den üblichen sozialhistorischen und psychoanalytischen
Interpretationen verleiht den Märchenstoffen eine ganz eigene Tiefe.

Es besteht die ganze Ausstellungsdauer hindurch die Möglichkeit, Kunstwerke Wolfgang
Nickels zu erwerben.

Bitte beachten Sie die geltenden Corona-Vorschriften beim Besuch des Museums.

 

Weitere Infos unter: www.glasart-nickel.de

 

 

 

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