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09. September 2009

Neue Ausstellung in Ebergötzen

Wer wissen möchte, warum die Schäferei für unser Landschaftsbild so prägend war, sollte die neue Ausstellung in Ebergötzen besuchen.

Die Schäferei ist auch noch heute wichtig - etwa für den Erhalt des "Grünen Bandes". Das ist ein Biotopverbund entlang des ehemaligen Grenzstreifens. Durch das Eichsfeld schlängelt sich dieses "Band" auf einer Länge von etwa 125 Kilometer.

Unter dem Motto „Von Hirten, Pfennigsuchern und Rippenbeißern“ präsentiert das Europäische Brotmuseum eine kulturhistorische Ausstellung zur Hüteschäferei und Leineschafzucht.


Über viele Jahrhunderte wurde unser Landschaftsbild durch die Schäferei geprägt. Schafherden am Wegesrand, grüne Triften, die den Herden als Weg und Weide dienten, und nicht zuletzt der Schäfer mit seinen Hunden waren ein gewohnter Anblick. Diesem Thema hat sich der Landschaftspflegeverband des Landkreises Göttingen angenommen und daraus eine Wanderausstellung zur Hüteschäferei und Leineschafzucht im Göttinger Land gemacht, deren erste Station das Brotmuseum in Ebergötzen ist.

Dort werden ab Freitag, den 11. September, interessante Einblicke in die Bedeutung der Wanderschäferei für die Getreidewirtschaft vermittelt und die enge Verknüpfung von Region und Schäferei erlebbar gemacht. Drei ehemalige Schäfer aus der Region berichten in Zitaten und Bildern von ihrem Arbeitsalltag, vom Wege hüten und Pferchen und ihrem wichtigsten Gesellen, dem Hütehund des Schäfers.

Schon vor dem Eingang des Museums lädt ein dort ausgestellter historischer Schäferkarren dazu ein, sich auf eine thematische Zeitreise ins 20. Jahrhundert zu begeben. Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung bildet am 20. September ein Erzählcafé mit dem Bovender Alt-Schäfer Wilhelm Carl.

Die Ausstellung läuft bis zum 30. November zu den Öffnungszeiten des Europäischen Brotmuseums. Nähere Informationen zu Terminen und Gruppenbuchungen gibt es unter Tel.: 05507/99 94 98 sowie unter www.brotmuseum.de und www.lpv-goettingen.de.  (vom 9. September 2009)

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