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09. September 2009

HVE präsentiert Historische Orte des Genusses

Vom Lob des Bieres: Kupferstich von Martin Engelmann

Wie reich der Begriff „Genuss“ im Eichsfeld jenseits von Schlachteplatte und  grandioser Natur zu füllen ist, zeigt der Heimat und Verkehrsverband Eichsfeld mit einem neuen Projekt. Unter dem Namen „Historische Orte des Genusses“ präsentiert der Verband Orte, an denen Besucher historische Besonderheiten der Region genießen können.


Hintergrund sei, so Jens Kuhr, Geschäftsführer des Heimat und Verkehrsverband Eichsfeld (HVE), dass der kommende Tag des offenen Denkmals am 13. September in ganz Deutschland unter dem Motto "Historische Orte des Genusses" stattfinden werde. Kuhr: „Das wollten wir nutzen, um entsprechende Reiseziele auch im Eichsfeld bekannter zu machen.“
 
Bei der Auswahl der Ziele war es nicht nur wichtig, dass die Gäste am Tag des offenen Denkmals am jeweiligen Ort etwa Historisches genießen können. Zwingend notwendig war auch, dass ein Besuch jenseits des Tages des offenen Denkmals ebenfalls zum genussvollen Erlebnis wird. 

Wie unterschiedlich das Motto ausgelegt werden kann, zeigt ein Blick auf die Homepage www.eichsfeld.de. Das Spektrum der Ziele reicht von Schloss Gieboldehausen, wo Besuchern am Tag des offenen Denkmals der 11. Qualitäts- und Kunsthandwerkermarkt offen steht bis hin zu Orten, die sich dem Motto eher von der kulinarischen Seite nähern. Etwa der Schaugarten in Schönhagen, welcher historische Nutzpflanzen vorstellt oder das Brotmuseum in Ebergötzen, das über uralte Verfahren des Brotbackens informiert. In Duderstadt gibt es einen Rundgang zu den Stätten historischer Braukunst und am Ende der Tour können die Besucher einen Becher würzigen Bockbieres probieren.

Selbst Musikliebhaber kommen auf ihre Kosten: So veranstaltet Burg Bodenstein eine kleine Orgelmusik mit dem bekannten Hallenser Kantor Tim-Dietrich Meyer. Mit dabei sind auch echte „Aktiv-Ziele“ wie eine Fahrt auf der alten Kanonenbahn-Strecke. Kuhr: „Dort wird das Motto Historische Orte des Genusses nicht nur dadurch erfüllt, dass man die Eisenbahnstrecke mit ihren alten Tunneln und dem alten Viadukt bei einer Draisinentour mit allen Sinnen erfährt. Es gibt auch eine Ausstellung im Wartesaal des Bahnhofs von Lengenfeld unterm Stein mit Fotos vom Bau des Viadukts und der Eisenbahnstrecke.“ Insgesamt sei die Resonanz der verschiedenen Anbieter auf das Projekt sehr positiv gewesen, so Kuhr.

Das bestätigt Winfried Stöber, Geschäftsführer der Kanonenbahn, der mit dem HVE-Projekt sofort einverstanden war: „Ich finde es gut, dass wir im Eichsfeld neben den viele anderen Genüssen auch einmal die Historischen in den Fokus stellen, davon kann das Eichsfeld nur profitieren.“

Stöber wie Kuhr sind sich sicher, dass mit der Aktion letztlich mehr Gäste in die Region kommen. „Kultur und Genuss sind zwei wichtige Reisemotive“, weiß der HVE-Geschäftsführer. Zudem könne man die verschiedenen Reiseziele gut zu thematischen Touren verknüpfen. Reiseveranstalter etwa könnten so schnell fündig werden, wenn sie entsprechende Pauschalen planen.

Neben einem allgemeinen Text zu den jeweiligen Zielen informiert der HVE auf seiner Internet-Seite über Öffnungszeiten, Preise und Kontaktdaten sowie über die jeweils besonderen „Genüsse“ am Tag des offenen Denkmals.

Kuhr betont, dass die Aktion keineswegs auf  den 13. September beschränkt sei. Der Tag sei eher als Startschuss zu verstehen. Zudem sei es jederzeit auch für andere Anbieter möglich, sich an dem Projekt zu beteiligen. „Wir freuen uns über jeden, der mit macht“, so der HVE-Geschäftsführer. Voraussetzung sei allerdings, dass die Erwartungen der Besucher zum Motto „Historische Orte des Genusses“ erfüllt würden. Weitere Informationen unter www.eichsfeld.de oder Tel: 036074/621650.  (vom 09. September 2009)

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