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Unsere Burgen und Schlösser

Geschichten aus dem Mittelalter

Sagenumwoben sind die Burgen und Schlösser des Eichsfeldes. Romantische Ruinen, mittelalterliche Trutzburgen und märchenhafte Schlösser laden zu Entdeckerreisen der besonderen Art ein.

Schon in der Jungsteinzeit wurden auf dem Gebiet des heutigen Eichsfeldes befestigte Anlagen errichtet. Im Mittelalter entstand entlang der Grenze zu Hessen, Niedersachsen und Thüringen ein weit vernetztes Burgensystem. Heute noch prägen die ehemaligen Verteidigungsanlagen und Herrschaftssitze die idyllische Berg- und Hügellandschaft mit bewaldeten Höhen und lieblichen Tälern.

Burg Hanstein

Auf einer Buntsandsteinkuppe oberhalb der Werra gelegen, zählt die Burg Hanstein zu den schönsten Ruinen Mitteldeutschlands. Wahrscheinlich auf einer älteren frühgeschichtlichen Anlage erbaut, wurde die Festung bereits 1070 in den Kämpfen zwischen Heinrich IV. und Otto von Northeim zerstört. Unter Otto IV. und den Mainzer Erzbischöfen teilweise wieder aufgebaut, gestalteten ab 1308 die Herren von Hanstein die Anlage bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Noch heute prägt die mittelalterliche Burganlage das landschaftliche Erscheinungsbild maßgeblich. 
Neben Ausstellungen und Konzerten finden alljährlich das Mittelalterfest am ersten Augustwochenende und die Hauskrippenausstellung im Advent statt.

Burg Scharfenstein

Die Burg Scharfenstein, dessen Erbauungszeit nicht sicher zu bestimmen ist, liegt oberhalb Beurens auf einem Bergsporn am nördlichen Rande des Düns. Sie spielte in der Verteidigung des Eichsfeldes eine zentrale Rolle und diente der Sicherung des alten Handelsweges (Rhein- oder Salzstraße) am nördlichen Rande des Leinetals. Im späten Mittelalter wurde die Burg Amtssitz mit 14 Dörfern, zwei Klöstern und mehreren Mühlen.
Heute ist die Burganlage beispielhaft restauriert und bietet dem Besucher die Möglichkeit in die Burggeschichte einzutauchen. In der Gegenwart hingegen, lässt sich im Café die herrliche Aussicht auf das Eichsfeld genießen oder in der Whiskybrennerei verweilen.

Burg Bodenstein

Auf einem Bergvorsprung des Ohmgebirges oberhalb von Wintzingerode thront die Burg Bodenstein. 1098 wird Johann von Bodenstein erstmals urkundlich erwähnt. Nach der Zerstörung im Bauernkrieg bauten die Herren von Wintzingerode die Burg im Kern wieder auf. Dank einer grundlegenden Renovierung ist die mittelalterliche Burg heute ein beliebter Tagungs- und Urlaubsort der evangelischen Kirche. Das geistliche Leben bereichert den Aufenthalt, gibt Impulse und Orientierung. Auch als Veranstaltungsort für Konzerte und Kabarettabende hat sich Burg Bodenstein inzwischen einen Namen gemacht.

Schloss Großbodungen

Großbodungen ist eine alte germanische Siedlung und kam um 531 zum Frankenreich. Als Grenzfeste gegen Sachsen besaß der Ort eine strategische Rolle. Im 9. Jahrhundert wird „Bodungen“ urkundlich erwähnt. Vom Adelsgeschlecht der Herren von Bodungen im 13. Jahrhundert erbaut, war die Burg lange Zeit Herrensitz.  Das jetzige Schloss beherbergt eine Dauerausstellung zum Thema Mineralien und Fossilien. In der modernen Galerie finden regelmäßig Kunstausstellungen, Vortrags- und Leseabende statt. Tradition haben auch der Tag der Rose am letzten Sonntag im Juni, der Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September und der Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk am ersten Adventssonntag. Ein Tipp: das Café in der Kemenate.

Schloss Gieboldehausen

Gieboldehausen liegt am Zusammenfluss von Hahle und Rhume und am Schnittpunkt alter Handelsstraßen. Das repräsentative „Fachwerkschloss“ befindet sich am Rande des historischen Ortskerns und trug deshalb früher den Namen „Haus am Wall“. Das sehenswerte Baudenkmal aus dem frühen 16. Jahrhundert war vom Baubeginn an bis in die 80er Jahre Eigentum der Familie von Minnigerode. Heute gehört das Schloss zum Flecken Gieboldehausen. Es wird als Standesamt und für kulturelle Zwecke genutzt.